NADINE HEGMANNS

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Ran ans Eingemachte

Jetzt, da der Unterschied zwischen jam, jelly und marmalade geklärt ist, stellt sich die Frage: Wohin mit dem Eingemachten? Auch hier trennt der Atlantik nicht nur Länder, sondern auch Sitten. Während sich in amerikanischen Haushalten seit Ende des 19. Jhd. das so genannte
Mason Jar der Firma Ball mit praktischem Schraubverschluss aus Metall durchsetzte, hat sich in Europa das gute alte Weckglas mit Glasdeckel und Gummiring bewährt. Das Besondere daran: Entwickelt wurde das erste Weckglas in Deutschland, und zwar von Rudolf Rempel aus Gelsenkirchen, meiner Heimatstadt. Später erwarb Johann Carl Weck die Rechte daran. Der Rest ist (Heimat-)Geschichte!

Heute sind sie so viel mehr als nur Marmeladengläser, wie die Shabby-Chic-Bewegung, Salat im Glas und fermentierte Limonaden zeigen.